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<title>Carsharing</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Carsharing</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der deutsche Gesetzgeber versteht unter <b>Carsharing</b> [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">ˈkaː(ɺ)ˌʃeəɺɪŋ</span></a></span></span>] (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">car</span> „Auto“, <i><span lang="en">to share</span></i> „teilen“; auf Deutsch etwa: „Autoteilen“ oder „Gemeinschaftsauto“) die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer <a href="Automobil" title="Automobil">Automobile</a> auf der Grundlage einer <a href="Rahmenvereinbarung" title="Rahmenvereinbarung">Rahmenvereinbarung</a>.<sup id="cite_ref-2cshg_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-2cshg-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Carsharing ist gewissermaßen <a href="Autovermietung" title="Autovermietung">Autovermietung</a> im <a href="Abonnement" title="Abonnement">Abonnement</a>, wodurch ein Vertragsabschluss für die jeweilige Nutzung nicht mehr erforderlich ist, sondern nur eine Reservierung. Anders als konventionelle Autovermietungen ist damit ein kurzzeitiges, auch minutenweises Anmieten von Fahrzeugen möglich. Die Nutzung der Fahrzeuge wird dabei über einen die Energiekosten mit einschließenden Zeit- oder Kilometertarif oder Mischformen solcher Tarife abgerechnet.<sup id="cite_ref-2cshg_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-2cshg-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Autoteilen unter Nachbarn und Bekannten bzw. über Vermittlungsplattformen fällt unter den Begriff <a href="Privates_Carsharing" title="Privates Carsharing">Privates Carsharing</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p>Der englische Begriff <i>carsharing</i> (heute meist in einem Wort geschrieben, alternativ auch <i>Car-Sharing</i> oder (als <a href="Bild-/Wortmarke" class="mw-redirect" title="Bild-/Wortmarke">Bild-/Wortmarke</a>) <i>CarSharing</i>) wird in den meisten Sprachen und Ländern im Sinne dieses Artikels verwendet. Eine Ausnahme bildete Großbritannien, wo mit <i>car sharing</i> (in zwei Wörtern) ursprünglich die <a href="Fahrgemeinschaft" title="Fahrgemeinschaft">Fahrgemeinschaft</a> gemeint war und für das Autoteilen der Begriff <i>car club</i> verwendet wurde. Weitere bekannte Ausnahmen sind <i>autodelen</i> (niederländisch), <i>autopartage</i> (französisch), <i>auto condivisa</i> (italienisch) und <i>bilpool</i> (norwegisch, schwedisch).
</p><p>Bereits 1975 taucht der Begriff in einer Artikelüberschrift in der Londoner <a href="The_Times" title="The Times">Times</a> auf: „Car-sharing among plans to ease London traffic“. Die Stadtverwaltung <a href="Greater_London_Council" title="Greater London Council">GLC</a> wandte sich mit der noch nicht ausgefeilten Idee, „Methoden der gemeinsamen Automobilnutzung“ einzuführen, gegen den Automobilclub <a href="Royal_Automobile_Club" title="Royal Automobile Club">RAC</a>, der mehr und breitere Straßen gegen den Verkehrskollaps forderte.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Experiment begann 1977 in <a href="Ipswich" title="Ipswich">Ipswich</a>, war jedoch eher eine <a href="Mitfahrzentrale" title="Mitfahrzentrale">Mitfahrzentrale</a> als ein Dienst, Autos von mehreren Fahrern nutzen zu lassen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisation">Organisation</h2></div>
<p>Die Fahrzeuge einer Carsharing-Organisation sind entweder auf fest angemieteten Parkplätzen über eine Stadt oder einen größeren Ort verteilt oder parken im öffentlichen Straßenraum. Die festen Mietstationen befinden sich häufig an <a href="Verkehrsknotenpunkt" title="Verkehrsknotenpunkt">Verkehrsknotenpunkten</a> des <a href="%C3%96ffentlicher_Verkehr" title="Öffentlicher Verkehr">öffentlichen Verkehrs</a> wie Bahnhöfen, Tramknoten, Endstationen von Buslinien, wo sie von den Nutzern gut erreichbar sind. Die vorab reservierten Fahrzeuge werden meist benutzt, um von diesen Knotenpunkten aus abgelegenere Ziele zu erreichen. Es gibt unterschiedliche Organisationsformen, die teilweise auf dem System der <a href="Leihwagen" title="Leihwagen">Leihwagen</a> beruhen:
</p>
<ul><li>Stationsgebundenes Carsharing: Das Fahrzeug ist fest an einen bestimmten Standort, eine Straßenadresse oder eine fest gemietete Bucht in einem Parkhaus, gebunden, wo es abgeholt wird und vor Ablauf der gebuchten Zeit wieder abgestellt werden muss.</li>
<li>Der Nutzer muss vorher entscheiden, an welchem Standort des Carsharing-Anbieters das Fahrzeug abgeliefert werden soll.</li>
<li>Das als <i>Free Floating Car</i> bezeichnete Fahrzeug kann innerhalb eines fest definierten Nutzungsgebiets auf jedem freien Parkplatz abgestellt werden. Das Fahrzeug kann typischerweise per GPS lokalisiert werden.</li></ul>
<p>Das Carsharing ist ein Mittel der „kombinierten <a href="R%C3%A4umliche_Mobilit%C3%A4t" title="Räumliche Mobilität">Mobilität</a>“. Es kann und will den öffentlichen Verkehr nicht ersetzen, der als Zubringer zu den Parkplätzen dient. Für Pendler, die den ganzen Arbeitsweg nicht anders als mit dem Auto zurücklegen können, ist es in der Regel keine sinnvolle Alternative; dazu eignen sich eher Fahrgemeinschaften und <a href="Mitfahrgelegenheit" title="Mitfahrgelegenheit">Mitfahrgelegenheiten</a>. Das Konzept ist mehr für unregelmäßige Fahrten oder Transporte vorgesehen.
</p><p>Ein zunehmend beliebter Anwendungsfall für Carsharing ist die Nutzung eines Carsharing-Fahrzeugs am Flughafen. Die Freefloating-Anbieter wie z. B. <a href="Free2move" title="Free2move">Free2move</a> versehen dabei ihren Service mit einer extra Flughafengebühr. Am Flughafen selbst werden spezielle Parkplätze für die Carsharing-Fahrzeuge ausgewiesen. Damit ist Carsharing eine weitere Mobilitätsoption am Flughafen ergänzend zum ÖPNV und Taxi.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mitglieder der Carsharing-Organisationen gehen meist eine langfristige, zum Teil kostenpflichtige Mitgliedschaft in der Organisation ein. Die Organisation und nicht die einzelnen Teilnehmer sind Eigentümer der Autos und – im Unterschied zum nachbarschaftlichen Autoteilen – für die Wartung und Reparatur der Fahrzeuge verantwortlich.
</p><p>Ein Konzept, das dazwischen liegt, wurde von Citeecar angeboten: Hier konnten sich Kunden als sogenannte „Hosts“ bewerben. Sie mussten einen Parkplatz vorweisen und übernahmen die Patenschaft für ein Fahrzeug, wobei sie für Sauberkeit und Wartung sorgten. Vergütet wurde diese Tätigkeit mit einem Fahrguthaben.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings wurde das Konzept vom Markt nicht angenommen, Citeecar musste nach eigenen Angaben am 3. Dezember 2015 einen Insolvenzantrag stellen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ablauf_einer_Autobenutzung">Ablauf einer Autobenutzung</h2></div>
<p>Die Größe der Carsharing-Organisationen ist sehr unterschiedlich. Entsprechend werden verschiedene Systeme zur <a href="Reservierung" title="Reservierung">Reservierung</a> eingesetzt, von den einfachen mit Schlüsselkästen und manueller Buchung bis hin zu hochkomplexen computergestützten Lösungen mit <a href="Global_Positioning_System" title="Global Positioning System">GPS</a>-<a href="Ortung" title="Ortung">Ortung</a>. Bei den größeren Organisationen ist heute die automatische Buchung über Internet oder Telefoncomputer rund um die Uhr üblich.
</p><p>Die Fahrzeuge größerer Organisationen sind heute mit Bordcomputern ausgerüstet, die automatisch mit der Zentrale synchronisiert werden. Die Bordcomputer geben das Fahrzeug den Berechtigten für die gebuchte Zeitspanne frei. Solche Systeme sind bei größeren Organisationen nicht nur effizienter als manuelle Buchungen, sondern auch notwendig, um Missbrauch zu verhindern.
</p><p>Bei den nicht stationsgebundenen Modellen meldet das Auto seinen Standort an die Zentrale. Die Kunden können sich dabei online ein Fahrzeug suchen und üblicherweise maximal 15 Minuten reservieren.
</p><p>Bei stationsbasierten Systemen sind die Teilnehmer für die rechtzeitige Rückgabe der Fahrzeuge am richtigen Ort und in sauberem Zustand selbst verantwortlich. Insbesondere bei verspäteter Rückgabe werden mitunter hohe Bußen gefordert, weil sich die nachfolgenden Teilnehmer darauf verlassen, ihr gebuchtes Fahrzeug am Standort vorzufinden. Viele Organisationen betreiben <a href="Callcenter" title="Callcenter">Callcenter</a>, wo Pannen oder Notfälle gemeldet werden müssen. Sie organisieren gegebenenfalls Ersatzfahrzeuge.
</p><p>Vom Bordcomputer wird ebenfalls die Abrechnung ausgelöst. Verrechnet werden meist Gebühren für die Anzahl der gefahrenen Kilometer und für die Benutzungsdauer. Die Kosten für Treibstoffe, Verbrauchsmittel, Reinigung, Versicherung etc. sind in der Regel in die Preise integriert. Meist werden auch vergünstigte Tages-, Wochen- und Monatspauschalen angeboten.
</p><p>Unterschiede gibt es im Zugang zur Buchungsmöglichkeit. Während viele Anbieter eine einmalige Anmeldung mit Führerschein und Ausweis anbieten und die Zahlungen im Lastschriftverfahren einziehen, ist es z. B. bei drivy (Vermittlung von Privatautos) nur möglich, im Rahmen der Internetbuchung per Kreditkarte zu bezahlen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kosten">Kosten</h2></div>
<p>Carsharing ist preisgünstiger als der Betrieb eines eigenen gleichartigen Fahrzeugs<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, solange die jährlich gefahrenen Kilometer und Nutzungszeiten unter der Rentabilitätsschwelle liegen. Diese ist bei den einzelnen Anbietern und je nach Tarif unterschiedlich, meist zwischen 10.000 und 20.000 Kilometern pro Jahr. Die <a href="Stiftung_Warentest" title="Stiftung Warentest">Stiftung Warentest</a> kam in einer Modellrechnung mit 5.000 Jahreskilometern auf Kosten von 138 Euro pro Monat, mit einem eigenen Wagen dagegen auf 206 Euro pro Monat.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Feste Kosten wie Anschaffungskosten, Stellplatz- oder Garagenmiete, Kraftfahrzeugsteuer und Versicherungsprämien entfallen. Bei Nichtbenutzung ist je nach Anbieter nur eine geringe oder gar keine Gebühr (z. B. Anmeldegebühr, monatlicher Beitrag) zu zahlen. Die meisten Anbieter integrieren einen Pannendienst, was eine zusätzliche Mitgliedschaft bei <a href="Verkehrsclub" title="Verkehrsclub">Verkehrsclubs</a> überflüssig macht. Die Kosten für das Carsharing selbst setzen sich meist zusammen aus den sogenannten fixen Kosten (z. B. Kaution, Anmeldegebühren, Monatsbeiträge) und den Fahrtkosten. Die Fahrtkosten wiederum bestehen bei den klassischen Carsharing-Anbietern aus den Kosten für die gebuchte bzw. genutzte Zeit und den gefahrenen Kilometern; bei einigen Freefloating-Anbietern wird nur die Fahrzeit berechnet, Parkzeiten sind günstiger. Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Bundesverband Carsharing (bcs) ist, dass die gefahrenen Kilometer berechnet werden – nur so sieht der Bundesverband den ökologischen Anspruch gewährleistet, keine überflüssigen Wege mit dem Auto zurückzulegen.
</p><p>Je nach Anzahl der Nutzer und Professionalitätsanspruch stellen die Anbieter einen verhältnismäßig neuwertigen und modernen Fahrzeugpark (inkl. Navigationsgeräte, Kindersitz, Klimaanlage etc.) zur Verfügung. Die Anschaffungs- und Reparaturkosten müssen im Geschäftsmodell entsprechend kalkuliert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unterschied_zum_konventionellen_Autoverleih">Unterschied zum konventionellen Autoverleih</h2></div>
<p>In den Anfangszeiten des Carsharing gab es noch sehr große Unterschiede zum konventionellen Autoverleih, der die Fahrzeuge meist nur tageweise anbot. Zudem wird bis heute vom Kunden eines Autoverleihs verlangt, dass das Fahrzeug vollgetankt abgeliefert wird. Das Geschäftsmodell des Carsharing unterscheidet sich ferner dadurch, dass die Kosten aus Fahrzeit und Fahrkilometer errechnet werden, während der konventionelle Autoverleih mit einem Festpreis arbeitet und die variablen Kosten bei Kraftstoff dem Kunden auferlegt. Bei Carsharing wirkt sich unterschiedliches Fahrverhalten somit nicht auf die Kosten aus. Dafür hat der Kunde bei Carsharing die Vorteile eines besseren Zeitmanagements, der Buchung übers Internet und der transparenten Abrechnung, was insbesondere bei der beruflichen Nutzung zu berücksichtigen ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unterschied_zum_Individualfahrzeug">Unterschied zum Individualfahrzeug</h2></div>
<p>Mit Carsharing kann eine umfassende Mobilität gewährleistet werden, die das Auto als Ergänzung zu öffentlichem Verkehr, Fuß- und Fahrradverkehr versteht. Dadurch werden diese Verkehrsträger gefördert, und der Straßenverkehr insgesamt entlastet. Vor allem in städtischen Wohnquartieren, wo nicht für alle Fahrzeuge ein Parkplatz zur Verfügung steht, kann Carsharing eine Entlastung bringen.
</p><p>Viele Carsharing-Anbieter bieten unterschiedliche Fahrzeugtypen an, die der Kunde je nach Situation und Bedarf auswählen kann (z. B. Klein- oder Sportwagen, Kombi, Kleinbus oder Transporter). Bei manchen Anbietern hat der Fahrer allerdings erst ab einem bestimmten Alter Zugriff auf das gesamte Angebot.
</p><p>Der Fahrer muss sich zudem nicht um die Wartung des Fahrzeugs und behördliche Formalitäten wie <a href="Verordnung_zum_Erlass_und_zur_%C3%84nderung_von_Vorschriften_%C3%BCber_die_Kennzeichnung_emissionsarmer_Kraftfahrzeuge" class="mw-redirect" title="Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge">Umweltplakette</a>, <a href="Hauptuntersuchung" title="Hauptuntersuchung">Hauptuntersuchung</a> oder <a href="Untersuchung_des_Motormanagements_und_Abgasreinigungssystems" title="Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems">Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems</a> kümmern. Die rechtlichen Fragen sind zwischen dem Eigentümer (Carsharing-Organisation) und den Fahrern (Carsharing-Nutzern) eindeutig geregelt.
</p><p>Jedoch ist der Grad der Personalisierung der Fahrzeuge gering. Man kann also beispielsweise keine Ziele im Navigationssystem oder Stationen im Radio dauerhaft speichern und in der Regel müssen selbstverschuldete Verunreinigungen bei Mietende beseitigt werden, damit der nächste Nutzer ein sauberes Auto vorfindet. Benötigte Zusatzausstattung wie beispielsweise <a href="Kindersitz" title="Kindersitz">Kindersitze</a> muss der Benutzer häufig selbst mitbringen. Für längere Strecken wie etwa Urlaubsfahrten oder Dienstreisen sind die Kosten in der Regel höher als bei anderen Verkehrsmitteln.
</p><p>Mehrere Studien weisen auf eine bessere Umweltbilanz hin. So sind die im Carsharing eingesetzten Fahrzeuge in der Regel deutlich neuer als Privatfahrzeuge und profitieren daher früher von der technologischen Entwicklung. Laut dem Bundesverband Carsharing liegt der durchschnittliche CO<sub>2</sub>-Ausstoß pro Kilometer um 16 Prozent unterhalb dessen von Privatfahrzeugen. Zudem würden viele Carsharing-Kunden auf ein eigenes Auto verzichten, wodurch der <a href="Fl%C3%A4chenverbrauch" title="Flächenverbrauch">Flächenverbrauch</a> sinke und weniger Fahrzeuge hergestellt würden. Ein Carsharing-Fahrzeug ersetze im Durchschnitt vier bis acht PKW. Zudem fördere Carsharing die Nutzung von anderen Verkehrsträgern wie dem Fahrrad, Bahnen und Bussen, da bei einer Fahrt mit einem Carsharing-Auto der Anteil der Fixkosten an den Gesamtkosten deutlich geringer ist als bei einem privaten PKW.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Bezug auf die Umweltbilanz ist allerdings zu beachten, dass hierbei der Energie- und Rohstoffbedarf zur Herstellung eines Neuwagens bei Privatfahrzeugen nicht berücksichtigt wurde.
</p><p>Eine gemeinsame Studie des Öko-Instituts in Freiburg und des Instituts für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt (ISOE), bei der von 2013 bis 2017 in Stuttgart, Frankfurt und Köln die Auswirkungen des stationsunabhängigen Carsharings untersucht wurde, kam abweichend zu dem Schluss, dass das Carsharing keinen positiven Einfluss auf die Umwelt habe, weil sich in der Praxis der Fahrzeugbestand nicht durch Carsharing vermindere, da Carsharing oft eine Übergangslösung für jüngere Nutzer sei, die aus Kostengründen zunächst auf ein eigenes Fahrzeug verzichten müssten und später bei gestiegenem Einkommen doch ein eigenes Fahrzeug erwerben würden. Insbesondere fielen die Free-Floating-Carsharing-Standorte mit verbrennungsbetriebenen Fahrzeugen schlecht auf. Potential im Carsharing bestehe durch bessere Förderung, wie dem <a href="Carsharinggesetz" title="Carsharinggesetz">Carsharinggesetz</a>.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beim Carsharing können sich Datenschutzprobleme ergeben, da sich Bewegungsprofile der Fahrzeugnutzer erstellen lassen. Dies hat jedoch bei der gewerblichen Nutzung große Vorteile für die Abrechnung. Der Fahrzeughersteller <a href="BMW" title="BMW">BMW</a> hat beispielsweise mitgeteilt, dass die von ihm für Carsharing-Zwecke bestimmten Fahrzeuge mit einem Modul ausgerüstet sind, das zusätzliche Fahrzeug- und Bewegungsdaten speichert.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Derartige Daten fanden im Mai 2016 Verwendung bei der Verurteilung eines Carsharing-Nutzers.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beobachter sehen in der rein zeitbasierten Ausleihe bei nicht stationsbasierten Anbietern ein erhöhtes Unfallpotential durch Zeitdruck.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisationsmodelle">Organisationsmodelle</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundsätzliches"><span id="Grunds.C3.A4tzliches"></span>Grundsätzliches</h3></div>
<p>Wesentliche Unterschiede zu anderen Modellen wie Leihwagen sind die langfristige vertragliche Bindung des Kunden an das Carsharing-Unternehmen und ein anderes Kostenmodell. Dabei werden in der Regel Kosten für Versicherung, Treibstoff bzw. Energie (bei Elektroautos) und Zubehör (z. B. Kindersitz) nicht gesondert berechnet. Der Nutzer muss also nicht ein vollbetanktes Auto abliefern. Entsprechend den Bedürfnissen des Kunden werden verschiedene Tarife angeboten. Die Betreuung des Kunden erfolgt telefonisch oder über das Internet. Der Nutzer muss das Fahrzeug in <a href="Selbstbedienung" title="Selbstbedienung">Selbstbedienung</a> abholen und auch wieder abgeben.
</p><p>Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Modelle für die Stationierung der Fahrzeuge:
</p>
<ul><li>mit festen Stationen</li>
<li>ohne Stationen („free floating“)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feste_Stationen_/_stationsbasiert"><span id="Feste_Stationen_.2F_stationsbasiert"></span>Feste Stationen / stationsbasiert</h3></div>
<p>Das Fahrzeug befindet sich auf einem reservierten Parkplatz, der nicht von anderen benutzt werden darf. Dieser befindet sich meist auf Privatgrundstücken; in einigen Städten werden dafür aber auch öffentliche <a href="Parkplatz" title="Parkplatz">Parkplätze</a> reserviert und einem Carsharing-Anbieter zur Verfügung gestellt, der dann den Parkplätzen bestimmte Autos zuordnen kann.
</p><p>Die Fahrzeuge sind fest einem Parkplatz bzw. einer Station zugeordnet und müssen vorher reserviert werden (wobei das meist bis kurz vor Abfahrt möglich ist, aber auch Wochen oder Monate im Voraus<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>). Im Gegenzug ist durch die Reservierung das gebuchte Fahrzeug für den gebuchten Zeitraum garantiert verfügbar. Üblicherweise muss die Nutzungsdauer des Fahrzeugs vorher festgelegt werden und kann nur verlängert werden, wenn das Auto anschließend noch nicht von anderen Nutzern gebucht ist. Bei verspäteter Rückgabe (ohne Verlängerung) wird meist eine Vertragsstrafe fällig.
</p><p>Nutzer können per Internet die verfügbaren Stationen und Fahrzeuge einsehen, um ein Fahrzeug zu buchen. An verschiedenen Stationen gibt es oft verschiedene Fahrzeugtypen (etwa Kleinwagen, <a href="Kombinationskraftwagen" title="Kombinationskraftwagen">Kombi</a> oder <a href="Kleintransporter" title="Kleintransporter">Kleintransporter</a>), die gezielt gebucht werden können, wenn der Nutzer einen bestimmten Typ wünscht.
</p><p>Die meisten frühen Carsharing-Anbieter nutzten dieses Modell.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ohne_Stationen_/_free_floating"><span id="Ohne_Stationen_.2F_free_floating"></span>Ohne Stationen / free floating</h3></div>
<p>Das Fahrzeug hat keinen festen Standort, nur ein festes Nutzungsgebiet (etwa das Gebiet einer Stadt). Jeder Nutzer darf es nach Nutzung auf einem beliebigen öffentlichen Parkplatz im Nutzungsgebiet abstellen. Die Fahrzeuge übermitteln automatisch ihren Standort an eine Zentrale, und mögliche spätere Nutzer können per Internet aktuelle Standorte einsehen, um ein Fahrzeug zu finden. Mehrere Anbieter erlauben das Abstellen im gesamten Geschäftsgebiet, andere beschränken das Abstellen auf Parkraumquartiere.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Meist gibt es nur einen Fahrzeugtyp und eine vorherige Reservierung ist nicht möglich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kombination_beider_Modelle">Kombination beider Modelle</h3></div>
<p>Erste mittelständische Anbieter in Deutschland halten zusätzlich zum stadtweiten stationsbasierten Carsharing-Angebot eine meist kleinere Flotte stationsunabhhängiger Fahrzeuge bereit (stadtmobil Hannover, stadtmobil Rhein-Neckar, book-n-drive, StadtTeilAuto Osnabrück, teilAuto „cityflitzer“ Leipzig, StattAuto in Kiel und Lübeck, cambio „smumo“ in Bremen).<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit können die Kunden bei ein und demselben Anbieter von den Vorteilen beider Systeme profitieren. Länger planbare Fahrten können im Voraus mit stationsbasierten Fahrzeugen reserviert werden, spontane Fahrten werden ohne Reservierung und ohne Angabe eines Rückgabezeitpunktes mit Freefloating-Fahrzeugen durchgeführt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung_und_heutiger_Stand">Entwicklung und heutiger Stand</h2></div>
<p>Die Idee der gemeinsamen Nutzung eines Fahrzeugs und nachbarschaftliches Autoteilen wird im privaten Bereich von jeher praktiziert. Die erste dokumentierte Carsharing-Organisation ist die Schweizer <i>Selbstfahrergenossenschaft (SEFAGE)</i> in Zürich 1948.
</p><p>Bereits in den 1960er Jahren sind im Zusammenhang mit Studien zur zukünftigen, computergestützten Verkehrssteuerung Konzepte von Carsharing entstanden.
</p><p>In den frühen 1970er Jahren gab es die ersten größeren Projekte: Das <i>ProcoTip</i>-System in Frankreich überdauerte nur zwei Jahre. Ein ambitionierteres Projekt aus Amsterdam hieß <i>Witkar</i>, das auf kleinen Elektrofahrzeugen und elektronischen Bedienelementen für Reservierung und Rückgabe beruhte sowie auf vielen Standorten in der Stadt. Das Projekt wurde Mitte der 1980er Jahre aufgegeben.
</p><p>Die 1980er Jahre können als Wendepunkt bezeichnet werden. Mehrere kleinere Carsharing-Projekte entstanden in der Schweiz und Deutschland sowie in Norwegen (<i>Bilkollektivet</i>) und in den Niederlanden (<i>CollectCar</i>). Ab den 1990er Jahren erlebten diese und weitere Projekte wie <i>CommunAuto</i> und <i>AutoShare</i> in Kanada, <i>Car Sharing Portland</i> (später <i>Flexcar</i>) in Portland (Oregon) und <i><a href="Zipcar" title="Zipcar">Zipcar</a></i> bei Boston sowie <i>CityCarClub</i> in Großbritannien ein deutliches Wachstum.
</p><p>Der weltweite Markt für Carsharing umfasst eine Milliarde Euro. Eine Studie einer Beratungsagentur erwartete bis 2016 ein Wachstum auf zehn Milliarden Euro.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Warum zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen Konzepten so schnell wieder aus dem Markt verschwunden sind, untersuchte eine Studie des Instituts für Marketing & Management der <a href="Universit%C3%A4t_Hohenheim" title="Universität Hohenheim">Universität Hohenheim</a> in Stuttgart in Kooperation mit europäischen Forschungspartnern. Zentrale Erkenntnisse der Studie: Wirklich überzeugen könnten nur elektrobetriebene Fahrzeuge und Carsharing-Konzepte, die zur Lebenswirklichkeit der Konsumenten passten. Unabdingbar seien dabei bequeme und flexible Nutzungsmöglichkeiten sowie ein hoher Service-Level.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<p>1988 wurde in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> die <i>StattAuto Berlin</i> (seit 2006 unter dem Namen <i><a href="Greenwheels" title="Greenwheels">Greenwheels</a></i>) als älteste Carsharing-Organisation Deutschlands gegründet. 1990 und 1991 entstanden in <a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a>, <a href="Bremen" title="Bremen">Bremen</a> und <a href="Freiburg_im_Breisgau" title="Freiburg im Breisgau">Freiburg im Breisgau</a> weitere Organisationen.
</p><p>Die Anzahl der bei einem Carsharing-Anbieter angemeldeten Nutzer in Deutschland beläuft sich nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing e. V. (bcs) zum Jahresbeginn 2024 auf 5,51 Millionen. Dabei entfallen auf das stationsunabhängige Carsharing 4,5 Millionen Personen. Stationsbasierte Anbieter kommen auf 1 Million Fahrberechtigte.<sup id="cite_ref-BCS_2024_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-BCS_2024-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Stand 2025 sind 297 Carsharing-Anbieter in Deutschland aktiv. In 44 Städten stehen reine stationsunabhängige Systeme zur Verfügung. In weiteren 27 Orten gibt es Kombinationsmodelle aus stationsunabhängigen und stationsbasierten Systemen. Rein stationsbasierte Anbieter sind in 1.385 Orten aktiv.<sup id="cite_ref-BCS_2025_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-BCS_2025-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Deutschland stehen 27.400 Fahrzeuge in stationsunabhängigen Systemen und 18.000 Fahrzeuge in stationsbasierten Systemen zur Verfügung. Die Flotten sind dabei seit 2020 um 19.600 Fahrzeuge bzw. 56 % gewachsen.<sup id="cite_ref-BCS_2025_18-1" class="reference"><a href="#cite_note-BCS_2025-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Carsharing wird in Deutschland neben den im Folgenden genannten „kommerziellen Angeboten“ in zwei Organisationsformen betrieben:
</p>
<ul><li>Kapitalgesellschaften (in Form einer <a href="Gesellschaft_mit_beschr%C3%A4nkter_Haftung_(Deutschland)" title="Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)">GmbH</a> oder <a href="Aktiengesellschaft" title="Aktiengesellschaft">AG</a>): Viele Gesellschaften sind Ausgründungen aus Vereinen oder professionell geführte Vereine, die größere Teile der Bevölkerung erreichen wollen. Zum Teil geschieht dies auch in Form von <a href="Genossenschaft" title="Genossenschaft">Genossenschaften</a>.</li>
<li>Kleinere Vereine und Nachbarschaftsgruppen: Diese Gruppen legen lediglich die Kosten um, sind also nicht gewinnorientiert und operieren meist in einem lokalen oder stadtteilbezogenen Umfeld. Sie stellen die größte Anzahl von Carsharing-Organisationen dar, bieten aber in der Regel nur einzelne Fahrzeuge an.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kommerzielles_Angebot">Kommerzielles Angebot</h4></div>
<p>Die größten Carsharing-Verbünde Deutschlands mit mindestens 10.000 Kunden sind <sup>(Stand Mai 2025)</sup><sup id="cite_ref-BCS_2025_18-2" class="reference"><a href="#cite_note-BCS_2025-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><i><a href="Cambio_CarSharing" title="Cambio CarSharing">cambio CarSharing</a></i> in 47 deutschen Städten, darunter Aachen, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen (auch Standort der Buchungszentrale), Bremerhaven, Delmenhorst, Dortmund, Düsseldorf, Euskirchen, Flensburg, Hamburg, Köln, Lüneburg, Oldenburg, Saarbrücken und Wuppertal, hat etwa 2.700 Fahrzeuge für rund 145.000 Kunden und zusätzlich Stationen in Belgien (Stand Februar 2024).<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="Free2move" title="Free2move">Free2move</a></i> ist ein weltweiter <a href="Free_Floating_Carsharing" class="mw-redirect" title="Free Floating Carsharing">Free-Floating-Carsharing-Konzept</a>, welches im Jahr 2012 von der <a href="Groupe_PSA" title="Groupe PSA">Groupe PSA</a> gegründet wurde. Die Flotte umfasst rund 450.000 Fahrzeuge.</li>
<li><a href="Miles_Mobility" title="Miles Mobility">Miles Mobility</a> (Eigenschreibweise: <i>MILES Mobility</i>) ist ein konzernunabhängiger Carsharing-Anbieter und mit über 21.000 Fahrzeugen in 12 Städten in Deutschland (Berlin, Potsdam, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Bonn, Duisburg, Wuppertal, Solingen, Stuttgart, Augsburg) sowie drei Städten in Belgien (Antwerpen, Brüssel, Gent) aktiv. Im Herbst 2022 hat MILES von der <a href="Volkswagen_AG" title="Volkswagen AG">Volkswagen AG</a> deren Carsharing-Tochter, WeShare, übernommen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Sixt share</i> ist ein Carsharing-Angebot von <a href="Sixt_SE" title="Sixt SE">Sixt</a>.</li>
<li><i><a href="Stadtmobil" title="Stadtmobil">Stadtmobil</a></i> in Berlin, Rhein-Ruhr, Hannover und Umgebung, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und Umgebung, Karlsruhe und Umgebung sowie Pforzheim hat über 4.000 Fahrzeuge für rund 100.000 Kunden und kombiniert stationsbasiertes mit dynamischem (free-floating) Carsharing.</li>
<li><i>teilAuto</i> in 28 Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat rund 100.000 Kunden und ca. 2.050 Fahrzeuge (Stand Mai 2025).<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit Februar 2018 bietet teilAuto im Stadtgebiet von Leipzig auch eine Free Floating-Flotte von 100 Fahrzeugen an.</li></ul>
<p>Manche Carsharing-Organisationen gehören keinem Verbund an, weisen aber gleichwohl eine beachtliche Kundenzahl auf, beispielsweise <i>book-n-drive</i> als größter Anbieter im Rhein-Main-Gebiet mit über 1.000 Fahrzeugen und 90.000 Kunden (Stand Juli 2024) in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Oberursel (Taunus), Offenbach am Main und Rüsselsheim<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder <i>Stattauto München</i> mit etwa 450 Fahrzeugen und 17.000 Teilnehmern im Großraum München oder <i>Stadtmobil Südbaden</i> mit über 9.000 Teilnehmern in Freiburg und 30 weiteren Städten und Gemeinden in Mittel- und Südbaden (Stand Juli 2016).<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weitere Angebote:
</p>
<ul><li>Die Drive-Carsharing GmbH nahm als erstes Carsharing-Unternehmen auch <a href="Elektroauto" title="Elektroauto">Elektroautos</a> mit in die Flotte auf. Diese werden zurzeit in <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a> und <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Köln</a> angeboten, wobei die <a href="Stadtwerke_D%C3%BCsseldorf" title="Stadtwerke Düsseldorf">Stadtwerke Düsseldorf</a> AG und die <a href="RheinEnergie" class="mw-redirect" title="RheinEnergie">RheinEnergie</a> AG als Partner an diesem Projekt beteiligt sind.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In Berlin hat der amerikanische klassische Autovermieter <a href="The_Hertz_Corporation" title="The Hertz Corporation">Hertz</a> sein 2008 gegründetes „on demand“ (ad hoc) Carsharing-Modell <i>Hertz on Demand</i> eingeführt. Hierbei bucht der Kunde nicht wie bei Autovermietungen üblich über die Firmenzentrale, sondern über das dazugehörige Internetportal, und er ist nicht auf die festen Anmietbüros des Unternehmens festgelegt. Auch ist das Preisschema völlig unterschiedlich. Im Mai 2013 wurde das Carsharing-Angebot in Hertz 24/7 umbenannt.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die in Dresden ansässige BSMRG GmbH hat sich unter dem Namen CarlundCarla.de ausschließlich auf Nutzfahrzeuge im Carsharing spezialisiert. Was 2013 mit einem einzelnen <a href="VW_T4" title="VW T4">T4 Transporter</a> begann<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, ist mittlerweile ein Unternehmen mit einer Flotte von über 1250 Fahrzeugen (Stand 2023)<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in 37 Städten in Deutschland, bestehend aus <a href="VW_Crafter" title="VW Crafter">VW Craftern</a> und <a href="VW_T5/T6" title="VW T5/T6">T6 Transportern</a>. Die Transporter werden teilweise auch mit neun Sitzen für den Personentransport angeboten. Seit 2021 testet CarlundCarla die ersten Abt e-Transporter 6.1 von <a href="Volkswagen" title="Volkswagen">VW</a> um den Einstieg in die <a href="Elektromobilit%C3%A4t" title="Elektromobilität">Elektromobilität</a> vorzubereiten. 2018 war das <a href="Start-up-Unternehmen" title="Start-up-Unternehmen">Startup-Unternehmen</a> Teil des Inkubator-Programms der <a href="Gl%C3%A4serne_Manufaktur" title="Gläserne Manufaktur">Gläsernen Manufaktur</a> von <a href="Volkswagen" title="Volkswagen">Volkswagen</a>.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2023 wurde das Unternehmen mit dem Sächsischen Unternehmerpreis<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ausgezeichnet.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Verbreitung">Verbreitung</h4></div>
<p>Die Verbreitung von Carsharing ist in Deutschland sehr unterschiedlich. Karlsruhe ist mit heute 5,35 Autos pro 1.000 Einwohner<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Spitzenreiter. In den Millionenstädten Hamburg, München und Stuttgart ist Carsharing auch sehr verbreitet, allerdings weniger das klassische Carsharing dafür aber umso mehr Free-floating-Angebote.
</p><p>Insgesamt gab es zu Beginn des Jahres 2025 in Deutschland nur 25.400 Fahrzeuge, die für Carsharing eingesetzt wurden. Mithin stellt Carsharing derzeit „lediglich eine Nische“ dar.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis heute beschränkt sich erfolgreiches Carsharing auf dichter besiedelte Gebiete. Dadurch ist das Konzept für in ländlichen Gebieten lebende Personen oft nicht besonders interessant und daher weniger verbreitet. Es gibt dennoch auch kleinere Projekte, die Carsharing auch außerhalb von Ballungsräumen etablieren wollen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="BwFuhrparkService" title="BwFuhrparkService">BwFuhrparkService</a> bietet einen als <i>BwCarsharing</i> betitelten Leihdienst für Angehörige der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> mit über 300 Fahrzeugen an.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Geschichte">Geschichte</h4></div>
<p>Im Jahr 1992 wurden erste Carsharing-Initiativen nach deutschem und Schweizer Vorbild gegründet. Es entstand <i>AutoTeilen Österreich (ATO) (Austrian Carsharing)</i>. Anfang 1995 erhielt die <i>Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM)</i>, Graz den Auftrag AutoTeilen und sein Potential in Österreich zu beforschen. 1996 gab AutoTeilen Österreich eine Garantie ab, dass die <i>Autofreie Mustersiedlung</i>, Wien mit Carsharing versorgt wird. Dadurch wurde der Bau von 225 Garagenstellplätzen verhindert und die eingesparten Kosten in sozial- und umwelttechnische Anlagen investiert. 1999 ging der Wohnblock mit 5 Carsharingautos der Firma <i>Denzeldrive GmbH</i> in Betrieb.<sup id="cite_ref-:1_36-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Denzels Carsharing (Denzeldrive GmbH) übernahm 1997 Autoteilen.
</p><p>Von 1997 bis 2011 war Denzel zunächst alleiniger Anbieter für Carsharing in Österreich. Die Denzel Mobility CarSharing GmbH wurde 2008 als Joint Venture der <a href="Wolfgang_Denzel" title="Wolfgang Denzel">Wolfgang Denzel Auto AG</a> und der <a href="Mobility_CarSharing" class="mw-redirect" title="Mobility CarSharing">Mobility CarSharing Schweiz</a> gegründet und führender Carsharing-Anbieter in Österreich. Mit August 2012 erfolgte nach der <a href="Unternehmenskauf" title="Unternehmenskauf">Übernahme</a> durch Zipcar die Änderung des Firmennamens in Zipcar Austria GmbH.
Das Unternehmen bot rund 200 Fahrzeuge in neun Preiskategorien an über 100 Standorten in Wien, <a href="Innsbruck" title="Innsbruck">Innsbruck</a>, <a href="Salzburg" title="Salzburg">Salzburg</a>, <a href="Graz" title="Graz">Graz</a> sowie weiteren Städten zu stunden- und kilometerbasierten Tarifen an. Kooperationen mit öffentlichen Verkehrs-Anbietern wie zum Beispiel den <a href="%C3%96BB" class="mw-redirect" title="ÖBB">ÖBB</a>, den <a href="%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr_in_Wien" title="Öffentlicher Personennahverkehr in Wien">Wiener Linien</a> und Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel in den Bundesländern komplettierten das Mobilitätskonzept.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Juli 2017 gab Zipcar bekannt, sich aus dem österreichischen Markt zurückzuziehen.<sup id="cite_ref-Standard170704_38-0" class="reference"><a href="#cite_note-Standard170704-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kommerzielles_Angebot_2">Kommerzielles Angebot</h4></div>
<p>Im August 2016 fuhren in <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> 1.200 Fahrzeuge kommerzieller Carsharing-Anbieter.<sup id="cite_ref-Presse160829_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-Presse160829-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><a href="Free2move" title="Free2move">Free2move</a> bietet rund 700 Fahrzeuge in Wien zur stationslosen Ausleihe an.</li>
<li>ÖBB Rail & Drive nennt sich das Carsharing-Angebot der <a href="%C3%96sterreichische_Bundesbahnen" title="Österreichische Bundesbahnen">Österreichische-Bundesbahnen</a>-Tochter Rail Equipment GmbH & Co KG, das es seit 2017 in Österreich gibt. Der Anbieter ist in 22 Städten innerhalb Österreichs mit 260 Fahrzeugen vertreten. Bei dem Angebot handelt es sich um einen stationsbasierten Carsharing-Dienst mit Fokus auf Anmietung von Fahrzeugen bei Bahnhöfen der ÖBB. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge verschiedener Marken wie VW, BMW, Renault und Citroen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Im September 2016 erschien die von den Bundesministerien für Wissenschaft und Verkehr sowie Umwelt und dem Land Steiermark finanzierte Studie „Carsharing“.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:1_36-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<p>1987 entstanden in der Schweiz zwei Carsharing-Genossenschaften, die <i>AutoTeilet-Genossenschaft (ATG)</i> in <a href="Stans" title="Stans">Stans</a> und die <i>ShareCom</i> in Zürich. Anfangs wurden diese Unternehmen durch ehrenamtliche Arbeit getragen. Ein weiterer Anbieter war <i>CopAuto</i> in <a href="Genf" title="Genf">Genf</a>, der sich nur kurzfristig von 1993 bis 1995 halten konnte und von der ATG übernommen wurde.
</p><p>1997 fusionierten die ATG und die ShareCom zur <a href="Mobility_Genossenschaft" title="Mobility Genossenschaft">Mobility Genossenschaft</a>, die in der Folge die technische Weiterentwicklung vorantrieb. Sie ging verschiedene Kooperationen mit Schweizer <a href="Verkehrsverbund" title="Verkehrsverbund">Verkehrsverbunden</a> und Firmen ein und lizenzierte ihr selbst entwickeltes Reservierungssystem nach Österreich und Spanien. Mobility Genossenschaft, die mit Abstand größte Carsharing-Organisation in der Schweiz, hatte Ende 2014 120.000 Kunden und verfügte über 2700 Autos auf 1400 Standplätzen.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von 2014 bis 2019 gab es mit der Mobility-Tochter <a href="Catch_a_Car" title="Catch a Car">Catch a Car</a> einen Anbieter von stationsungebundenem Carsharing in den Städten <a href="Basel" title="Basel">Basel</a> und Genf. 2019 wurde Catch a Car in das Mobility-System integriert.
</p><p>Am 16. März 2020 wurde bekannt gegeben, dass die <a href="Sharoo" title="Sharoo">Sharoo</a>-Vermieter von der Carsharing-Plattform 2EM übernommen werden.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In einem Schreiben an alle Nutzer im April 2020 kündigte die Sharoo AG ihren Rückzug vom Schweizer Markt per 31. Mai 2020 an. Die <a href="AMAG-Gruppe" title="AMAG-Gruppe">AMAG-Gruppe</a> löste das Unternehmen auf und ersetzte es durch Ubeeqo.
</p><p>Mit Stand von Ende 2022 listet das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Energie" title="Bundesamt für Energie">Bundesamt für Energie</a> auf der Website von <a href="Schweizer_Energiepolitik#EnergieSchweiz" title="Schweizer Energiepolitik">EnergieSchweiz</a> zehn klassische Carsharing-Anbieter in der Schweiz. Dazu kommen vier <a href="Peer-to-Peer-Carsharing" class="mw-redirect" title="Peer-to-Peer-Carsharing">Peer-to-Peer-Carsharing</a>-Anbieter.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der klassische Carsharing-Anbieter <i>Swiss E-Car AG</i>, ein Gemeinschaftsunternehmen des Aargauer Stromkonzerns <a href="AEW_Energie" title="AEW Energie">AEW Energie</a> und der regionalen Stromversorgerin <a href="Eniwa_AG" title="Eniwa AG">Eniwa</a>, will sich ab 2024 auf nationaler Ebene ausbreiten.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Europa">Europa</h3></div>
<p>Unter dem Namen <i><a href="European_Car_Sharing" title="European Car Sharing">European Car Sharing</a> (ECS)</i> beschlossen 1991 die führenden Carsharing-Anbieter aus Dänemark, Deutschland, Italien, Norwegen und der Schweiz eine Kooperation. Dadurch ermöglichten sie ihren Mitgliedern im Rahmen des kombinierten Verkehrs auch länderübergreifendes Carsharing. Der ECS wurde 2007 wieder aufgelöst.
</p><p>In Frankreich wurde 2002 die Kooperative <i>Citiz</i> gegründet (damals unter dem Namen <i>France-Autopartage</i>). Sie vereint 15 Anbieter in mehr als 80 französischen Städten.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
In Paris gibt es mehrere Carsharing-Organisationen, beispielsweise <i>Communauto (ehemals Mobizen)</i>, <i>Avisondemand (ehemals Okigo, von <a href="Avis_Rent_a_Car" title="Avis Rent a Car">AVIS</a> & <a href="Vinci_(Unternehmen)" title="Vinci (Unternehmen)">VINCI</a>)</i>, <i>Ubeeqo (ehemals Carbox, 2015 übernommen von <a href="Europcar_Groupe" class="mw-redirect" title="Europcar Groupe">Europcar</a>)</i> und <i><a href="Free2move" title="Free2move">Free2move</a></i>.
</p><p><i>Move About</i> (ehemals Th!nk About) wurde im Jahr 2007 von Jan-Olaf Willums in Norwegen gegründet und bietet ausschließlich CarSharing-Lösungen mit Elektroautos an. Motto des Unternehmens ist Zero Hassle – Zero Emission. Willums war Vorstand des norwegischen Elektroauto-Herstellers <a href="Think_Global_AS" class="mw-redirect" title="Think Global AS">Think Global AS</a>, der das erste europaweit zugelassene Elektroautomobil (M1-Homologation), den Th!nk City produziert. Mittlerweile ist Move About in mehreren Ländern Europas vertreten und herstellerunabhängig. Move About bietet institutionellen und privaten Kunden „Mobility on Demand“ an, im privaten Bereich oft auch als CarSharing bezeichnet.
</p><p><i>Zipcar</i>, ein zwischenzeitlich von der <a href="Avis_Rent_a_Car" title="Avis Rent a Car">Avis Gruppe</a> übernommenes Startup, ist neben den Heimatmärkten USA und Kanada auch Großbritannien aktiv.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vereinigte_Staaten">Vereinigte Staaten</h3></div>
<p>Mit dem Beginn der US-Benzinrationierung am 1. Dezember 1942 wurde verstärkt für die Bildung von Fahrgemeinschaften und das Carsharing geworben. Auf einem Plakat mit „When you ride ALONE you ride with Hitler! Join a Car-Sharing Club TODAY!“.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In San Francisco gab es 1983 das Pilotprojekt <i>Short-Term Auto Rental</i> (STAR) mit 55 Fahrzeugen. Das Vorhaben wurde bereits nach 18 Monaten beendet. Die Wirkung auf die Verkehrsentwicklung wurde als zu gering angesehen, weil unter anderem nur 17 % der Nutzer ihr eigenes Fahrzeug verkauft hatten. Allerdings verschoben bereits 43 % den Kauf eines Fahrzeugs.<sup id="cite_ref-IEEE_48-0" class="reference"><a href="#cite_note-IEEE-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1998 entstand <i>Car Sharing Portland</i> in <a href="Portland_(Oregon)" title="Portland (Oregon)">Portland (Oregon)</a>, das im Jahr 2000 in <i>Flexcar</i> mit Sitz in <a href="Seattle" title="Seattle">Seattle</a> (Washington) aufging. Ebenfalls 2000 wurde <i>Zipcar</i> in <a href="Cambridge_(Massachusetts)" title="Cambridge (Massachusetts)">Cambridge (Massachusetts)</a> von <a href="Cameron_Russell" title="Cameron Russell">Cameron Russell</a> nach dem Vorbild der deutschen und schweizerischen Systeme gegründet.
</p><p>2007 schlossen sich Zipcar und Flexcar zusammen. Aufgrund der geringen Siedlungsdichte der USA konzentriert sich das Unternehmen auf Ballungsräume und Hochschulstandorte. Mit über 9000 Fahrzeugen und 700.000 Mitgliedern wurde Zipcar der größte Carsharing-Anbieter der Welt. In <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> befand sich der einzige deutschlandweite Standort, in Österreich war der Anbieter in verschiedenen Städten vertreten.
</p><p>Im Jahre 2008 beteiligten sich folgende Unternehmen an einer Untersuchung in den USA und Kanada: AutoShare, City Carshare, CityWheels, Community Car Share of Bellingham, CommunAuto, Community Car, Co-operative Auto Network, IGo, PhillyCarShare, VrtuCar und Zipcar. Von den 9635 Teilnehmern kamen 6895 aus den USA.<sup id="cite_ref-IEEE_48-1" class="reference"><a href="#cite_note-IEEE-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2010 startete Car2go mit 200 Fahrzeugen in <a href="Austin_(Texas)" class="mw-redirect" title="Austin (Texas)">Austin</a><sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und weitete sein Angebot auf neun Städte in den USA aus. Im Jahr 2014 überschritt die Zahl der Kunden weltweit eine Million.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfang 2019 standen über 4000 Fahrzeuge in den USA zum Verleih. Am 18. Dezember 2019 teilte <a href="Share_Now" class="mw-redirect" title="Share Now">Share Now</a>, der Zusammenschluss der Carsharing-Anbieter car2go und DriveNow, mit, dass Ende Februar 2020 der Betrieb sowohl in den gesamten USA als auch in Kanada eingestellt wird, da das Geschäft trotz großer Investitionen wegen eines geringen Kundenzuspruchs nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="General_Motors" title="General Motors">General Motors</a> kündigte im Mai 2019 an, seinen 2016 gestarteten Carsharing-Dienst <i>Maven</i> in acht Städten einzustellen, was eine Reduzierung des Angebotes um mehr als die Hälfte bedeutet.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="China">China</h3></div>
<p>In China hat die Firma Kandi Technologies Group Inc. in Zusammenarbeit mit dessen Tochterunternehmen <a href="Zhejiang_Kandi_Vehicles" class="mw-redirect" title="Zhejiang Kandi Vehicles">Zhejiang Kandi Vehicles</a> Co., Ltd. sowie dem Autobauer <a href="Geely" title="Geely">Geely</a> ein Carsharing-Projekt begonnen, an dessen Abschluss 100.000 Carsharing-Autos für chinesische Carsharer zur Verfügung stehen sollen. Die Marke ist <a href="Kandi_(Automarke)" title="Kandi (Automarke)">Kandi</a>. In <a href="Hangzhou" title="Hangzhou">Hangzhou</a> wurde ein Anfang gemacht;<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> allmählich breitet sich das Projekt über andere Gegenden wie die Großstädte <a href="Shanghai" title="Shanghai">Shanghai</a> und <a href="Chengdu" title="Chengdu">Chengdu</a> sowie die Regionen <a href="Jiangsu" title="Jiangsu">Jiangsu</a> und <a href="Hainan" title="Hainan">Hainan</a> aus.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklungsperspektiven">Entwicklungsperspektiven</h2></div>
<p>Seit den 1990er Jahren weist Carsharing hohe Zuwachsraten bei den privaten Nutzern auf. Außerdem haben Unternehmen ihre geschäftlich genutzten <a href="Flottenmanagement" title="Flottenmanagement">Fahrzeuge</a> teilweise auf Carsharing umgestellt, auch <a href="Corporate_Carsharing" title="Corporate Carsharing">Corporate Carsharing</a> genannt, welches zum Ziel hat die Kosten pro <a href="Fahrzeugkilometer" title="Fahrzeugkilometer">Fahrzeugkilometer</a> zu senken. Weitere Impulse gehen von den langfristig steigenden Benzinpreisen aus. Innovative Konzepte zielen darauf ab, Privatfahrzeuge zu vermieten. So werden keine neuen Fahrzeuge angeschafft.
</p><p>Insbesondere das elektrische Carsharing kann durch die Umstellung des Antriebs und die Ersetzungsquote bei privaten PKWs zur Erreichung der städtischen Klimaziele beitragen. Das elektrische Carsharing kann die Antwort auf die oftmals geäußerte Kritik sein, dass Elektromobilität nur etwas für Eigenheimbesitzer mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist. Durch die geteilte Nutzung können die Anschaffungskosten für Ladeinfrastruktur und Fahrzeug auf viele Schultern verteilt werden und Elektromobilität in Städten attraktiv angeboten werden.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch könnte das Carsharing zukünftig in die Nutzung des ÖPNV in Verbindung mit dem sogenannten <i><a href="B%C3%BCrgerticket" class="mw-redirect" title="Bürgerticket">Bürgerticket</a></i> integriert werden.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Zuge des Forschungsprojekts „SynArea“ wurde ein für ländliche und suburbane Regionen optimiertes Carsharing-System konzipiert. Es zeichnet sich gegenüber den bestehenden urbanen Systemen durch neuartige Fahrzeuge aus, welche zwecks leichterer Wiederverteilung zu Gespannen gekuppelt werden können und in einem langsamen Modus auch führerscheinfrei verwendbar sind. Zur Finanzierung soll darüber hinaus eine mit dem Leihsystem abgestimmte Umgestaltung des öffentlichen Verkehrs beitragen.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sollten <a href="Autonomes_Landfahrzeug" class="mw-redirect" title="Autonomes Landfahrzeug">autonome Autos</a> zur Serienreife entwickelt und zugelassen werden, könnte dies einige Nachteile des Carsharings ausgleichen. Ein Fahrzeug könnte den Kunden autonom am Wunschort abholen und sich am Ziel selbständig einen Parkplatz suchen. Zudem könnten die Anbieter die Fahrzeuge effizienter einsetzen, da diese je nach Bedarf selbständig in Gebiete mit hoher Nachfrage fahren könnten. Eine Studie aus dem Jahr 2013 geht davon aus, dass diese Perspektive das Potential hat, mehr als 90 Prozent des Fahrzeugbestandes überflüssig machen zu können.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Mai 2014 gab Google bekannt, dass 100 Testfahrzeuge gebaut werden sollen. Dabei soll auf Lenkrad, Bremse und Gaspedal verzichtet werden. Die Fahrzeuge sind Elektroautos. Die Fahrzeuge sollen nicht in Privatbesitz wechseln, sondern quasi als führerlose Taxis bzw. Transportkapseln dienen. In einem Video zeigt Google, wie Privatpersonen den Prototyp testen. Google vereint damit die neuen Prinzipien Elektroauto, autonomes Fahren und Car-Sharing (s. a. <a href="Autonomes_Landfahrzeug" class="mw-redirect" title="Autonomes Landfahrzeug">Autonomes Landfahrzeug</a>).<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritik">Kritik</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sammlung_von_Benutzerdaten">Sammlung von Benutzerdaten</h3></div>
<p>Das Verleihen von Fahrzeugen erzeugt viele Daten zur Nutzung, die Firmen kommerziell nutzen können.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Rahmen des <a href="Plattformkapitalismus" title="Plattformkapitalismus">Plattformkapitalismus</a> fokussieren sich Unternehmen daher darauf, Nutzungs- und Standortdaten von Kunden, die Carsharing-Angebote nutzen, zu sammeln und im Rahmen der jeweils geltenden <a href="Datenschutz" title="Datenschutz">Datenschutzrichtlinien</a> gewinnbringend weiterzuverwenden. Da diese Daten den Unternehmen unmittelbar gehören, haben die Kunden nur sehr begrenzten Einfluss auf deren Weiterverarbeitung. „Öffentlicher Verkehr ist dann wie <a href="Facebook" title="Facebook">Facebook</a>.“<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die zumeist von Automobilherstellern betriebenen Mobilitätsplattformen, über die auch Carsharing-Dienste angeboten werden, greifen auf von großen IT-Unternehmen betriebene intermediäre Plattformen wie etwa <a href="Google_Maps" title="Google Maps">Google Maps</a> zurück, um ihre Dienste anbieten zu können. Diese <a href="Tech-Gigant" class="mw-redirect" title="Tech-Gigant">Tech-Giganten</a> haben somit Zugriff auf eine immense Menge an Nutzungsdaten und dementsprechend auch eine erhebliche Macht zur Gestaltung urbaner Räume. Da diese Macht aber nur mit einer sehr geringen Rechenschaftspflicht gegenüber staatlichen oder gesellschaftlichen Institutionen einhergeht, ist der Druck, in lokale Verkehrsversorgungsbedarfe zu investieren äußerst marginal.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Exkludierender_Charakter_der_Dienstleistung">Exkludierender Charakter der Dienstleistung</h3></div>
<p>Als problematisch wird häufig auch die Art und Weise, wie Carsharing-Angebote an Standorten implementiert werden, angesehen, da die hierfür zuständigen Privatunternehmen in der Regel nur aus ökonomischen Motiven handeln. So beschränken sich die Angebote meist auf Ballungsgebiete, da dort die Menschen, die Carsharing-Dienste am häufigsten in Anspruch nehmen, beheimatet sind. Es handelt sich dabei vor allem um Personen, die über einen hohen Bildungsgrad sowie ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen und alleine leben.<sup id="cite_ref-Giesel/Nobis_67-0" class="reference"><a href="#cite_note-Giesel/Nobis-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen in ländlichen Räumen sowie von Personen mit eher geringen finanziellen Spielräumen bleiben folglich unberücksichtigt. Darüber hinaus ist die Nutzung von Carsharing-Angeboten sehr voraussetzungsvoll. Potentielle Nutzer müssen ein hohes Maß an <a href="Digitale_Kompetenz" title="Digitale Kompetenz">digitaler Kompetenz</a> an den Tag legen, um Carsharing-Fahrten anmelden und bezahlen zu können. Vor allem älteren Menschen fehlt dieses Wissen allerdings oftmals, sodass sie Carsharing-Dientsleistungen nicht in Anspruch nehmen können.
</p><p>Carsharing ermöglicht zwar insgesamt mehr Menschen Zugang zu einem Auto, da z. B. Anschaffungskosten entfallen, jedoch sind Carsharing-Angebote bislang nur an Orten existent, an denen es bereits gut ausgebaute ÖPNV-Angebote und zumeist auch gute Radfahrmöglichkeiten gibt. Sie treten damit in unmittelbare Konkurrenz zum <a href="%C3%96ffentlicher_Verkehr" title="Öffentlicher Verkehr">öffentlichen</a> und <a href="Nichtmotorisierter_Individualverkehr" class="mw-redirect" title="Nichtmotorisierter Individualverkehr">nicht motorisierten Verkehr</a>.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit bleibt eine Vielzahl an Chancen, die Carsharing und Smart Mobility-Dienstleistungen im Allgemeinen durchaus bieten, ungenutzt, denn „Technologien einer digitalen Konnektivität können genauso gut dazu genutzt werden, motorisierten Verkehr aus der Stadt zu halten und Fußverkehr sowie kostenfreien öffentlichen Transport zu befördern, um den Straßenraum als gesunden, sicheren und gemeinschaftlich geteilten öffentlichen Raum nutzen zu können.“<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In seiner aktuellen Ausprägung verfolgt Carsharing also nicht primär das Ziel, soziale Ungleichheiten in Bezug auf Mobilität abzubauen, sondern soll in erster Linie Profit generieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feministische_Kritik_an_stationslosen_Carsharing-Angeboten">Feministische Kritik an stationslosen Carsharing-Angeboten</h3></div>
<p>In Europa nutzen Männer deutlich öfter stationslose Carsharing-Angebote als Frauen (bei stationsbasierten Angeboten ist das Verhältnis dagegen ausgewogen)<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Da das <a href="Gender-Data-Gap#Mobilität_und_Verkehr" title="Gender-Data-Gap">Mobilitätsverhalten von europäischen Frauen</a> häufig durch Wegeketten geprägt ist, scheint es so, als würde Carsharing auch hier grundlegende Mobilitätsbedürfnisse nicht befriedigen können.<sup id="cite_ref-Giesel/Nobis_67-1" class="reference"><a href="#cite_note-Giesel/Nobis-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus <a href="Feminismus" title="Feminismus">feministischer</a> Perspektive wird kritisiert, dass Carsharing nicht dazu genutzt wird, mit dem Konzept der <a href="Autogerechte_Stadt" title="Autogerechte Stadt">autogerechten Stadt</a> zu brechen und dadurch der <a href="Androzentrismus" title="Androzentrismus">Androzentrismus</a> in der <a href="Verkehrspolitik" title="Verkehrspolitik">Verkehrspolitik</a> bestehen bleibt. Verkehrspolitik in Industriegesellschaften fokussiert sich seit Jahrzehnten darauf, möglichst große Distanzen in möglichst kurzer Zeit zu überwinden. Leitbild für verkehrspolitische Maßnahmen ist dabei der männliche Arbeitnehmer, der mit dem Auto stets ohne Umwege zwischen Wohnort und Arbeitsstelle pendelt.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Stationsloses Carsharing setzt diese Tradition insofern fort, als das die von den Anbietern genutzten <a href="Algorithmus" title="Algorithmus">Algorithmen</a> einen <a href="Gender-Data-Gap" title="Gender-Data-Gap">Gender-Data-Gap</a> produzieren: Mithilfe der Algorithmen bestimmen die Carsharing-Anbieter, zu welchem Zeitpunkt wie viele Autos für Kunden zur Verfügung stehen. Da mehrheitlich Männer Carsharing-Angebote nutzen, wird das Angebot auch stets für diese optimiert. Für Frauen, die eher ein anderes Mobilitätsverhalten an den Tag legen als Männer, bleibt das Angebot daher tendenziell unattraktiv.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Bikesharing" class="mw-redirect" title="Bikesharing">Bikesharing</a></li>
<li><a href="R%C3%A4umliche_Mobilit%C3%A4t" title="Räumliche Mobilität">Räumliche Mobilität</a></li>
<li><a href="Sammeltaxi" title="Sammeltaxi">Sammeltaxi</a></li>
<li><a href="Carsharinggesetz" title="Carsharinggesetz">Carsharinggesetz</a> des Bundes</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Peter Muheim & Partner: <i>CarSharing: der Schlüssel zur kombinierten Mobilität: Synthese</i>. EDMZ, Bern 1998, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/957260350">957260350</a></span>.</li>
<li>Markus Petersen: <i>Ökonomische Analyse des Car Sharing</i>. Deutscher Universitäts-Verlag, Gabler Edition Wissenschaft, Wiesbaden 1995, ISBN 3-8244-6111-0.</li>
<li>Herbert Baum, Stephan Pesch: <i>Car sharing als Lösungskonzept städtischer Verkehrsprobleme: Kurzfassung des Forschungsberichtes Nr. 70421/93 im Auftrag des Bundesministers für Verkehr.</i> In: <i>Kölner Diskussionsbeiträge zur Verkehrswissenschaft.</i> Band 6. Institut für Verkehrswissenschaft, Köln 1995.</li>
<li>Willi Loose, M. Mohr, C. Nobis u. a.: <i>Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Car-Sharing.</i> In: <i>Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen.</i> (= Verkehrstechnik. Heft V 114). Hrsg. <a href="Bundesanstalt_f%C3%BCr_Stra%C3%9Fenwesen" class="mw-redirect" title="Bundesanstalt für Straßenwesen">Bundesanstalt für Straßenwesen</a>. Wirtschaftsverlag NW, Verlag für Neue Wissenschaft, Bremerhaven 2004, ISBN 3-86509-144-X (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oeko.de/publikationen/dok/1192.php?id=&dokid=247&anzeige=det&ITitel1=&IAutor1=&ISchlagw1=&sortieren=&dokid=247">Schlussbericht</a> und <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.oeko.de/oekodoc/247/2004-032-de.pdf">Volltext des Artikels</a> [PDF; 1,2 MB]).</li>
<li>Bundesverband CarSharing e. V. (Hrsg.): <i>Eine Idee setzt sich durch! 25 Jahre CarSharing.</i> ksv kölner stadt- und verkehrs-verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-940685-19-3.</li>
<li>Werner Hadorn: <i>CarSharing in der Schweiz: Eine bewegte Erfolgsgeschichte.</i> Smart Books, Kilchberg ZH (Schweiz) 2008, ISBN 978-3-908497-56-1.</li>
<li>Brenner, Michael: <i>Die Bevorrechtigung des Carsharing – eine straßenrechtliche oder straßenverkehrsrechtliche Maßnahme?</i> In: Straßenverkehrsrecht (SVR) 2017, 361–365.</li>
<li>Wüstenberg, Dirk: <i>Carsharingrecht von Bund und Ländern.</i> In: Gewerbearchiv (GewArch) 2019, 409-414.</li>
<li>Kluth, Winfried: <i>Carsharinggesetz des Bundes und seine Umsetzung auf kommunaler Ebene.</i> In: Landes- und Kommunalverwaltung – Verwaltungsrechts-Zeitschrift für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (LKV) 2018, 112–116.</li>
<li>Benjamin Linke, Corina Jürschik: <i>Analog trifft digital – Neuigkeiten bei den rechtlichen Rahmenbedingungen zum Ride- und Carsharing.</i> In: Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV) 2018, 496-506.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Carsharing?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Carsharing</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Carsharing" class="extiw external" title="wikt:Carsharing">Wiktionary: Carsharing</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4326831-6">Literatur von und über Carsharing</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/radioakademie/verkehr/verkehr-im-takt/-/id=11247034/nid=11247034/did=11389760/1lkp7n1/">SWR 2 <i>Verkehr im Takt</i></a>, Feature vom 11. Mai 2013. Komplette Sendung als Audio: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://mp3-download.swr.de/swr2/wissen/sendungen/2013/05/swr2wissen-20130511-verkehr-im-takt-ra02.12844s.mp3">mp3-download.swr.de</a> (MP3; 26,5 MB)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-2cshg-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-2cshg_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-2cshg_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">§ 2 Nr. 1 des <a href="Carsharinggesetz" title="Carsharinggesetz">Carsharinggesetzes</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>The Times.</i> 20. August 1975, S. 4.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.carsharing-experten.de/inhalt/carsharing-am-flughafen.html">Carsharing am Flughafen von Carsharing-Experten</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150518072409/https://www.citeecar.com/Home/What_is_a_Host">citeecar.com</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 18. Mai 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Host bei Citeecar.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.aufruhr-magazin.de/klimaschutz/verkehrswende-warum-wissen-wir-nicht-wie-viel-ein-auto-im-monat-kostet/"><i>Warum wissen wir nicht, wie viel ein Auto im Monat kostet?</i></a> In: Auf-Ruhr, Magazin (der <a href="Stiftung_Mercator" title="Stiftung Mercator">Stiftung Mercator</a>) August 2020, mit Autokostenrechner</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Carsharing-Fuer-wen-sich-das-Autoteilen-lohnt-4331325-4331327/">Stiftung Warentest: <i>Carsharing – für wen sich das Autoteilen lohnt</i></a> 14. Februar 2012.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.carsharing.de/alles-ueber-carsharing/faq">FAQ des Bundesverbandes Carsharing</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/studie-zu-car2go-warum-carsharing-der-umwelt-nicht-hilft/23011982.html">Studie zu Car2Go: Warum Carsharing der Umwelt nicht hilft</a>, Bericht der Zeitschrift <a href="Wirtschaftswoche" title="Wirtschaftswoche">Wirtschaftswoche</a> vom 7. September 2018, abgerufen am 26. September 2018.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://netzpolitik.org/2016/bmw-speichert-keine-standortdaten-gibt-aber-bewegungsprofil-an-gericht/">BMW speichert keine Standortdaten, gibt aber Bewegungsprofil an Gericht, Bericht auf Netzpolitik.org</a> mit Zitaten aus einer offiziellen Stellungnahme der Firma <a href="BMW" title="BMW">BMW</a> vom 21. Juli 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-liefert-gericht-bewegungsprofil-eines-carsharing-kunden-a-1104129.html"><i>Unfall mit Carsharing-Auto: BMW liefert Gericht Bewegungsprofil eines Kunden.</i></a> Bericht auf <a href="Spiegel_Online" class="mw-redirect" title="Spiegel Online">Spiegel Online</a> vom 21. Juli 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://politikvonunten.org/antidrivenowblog/"><i>Carsharing-Watchblog – ShareNow, DriveNow & co.: Gegen die Raserei und Gefährdung durch nach Minuten bezahlte Carsharing-PKW – Kritik und Unfälle.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. Dezember 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACarsharing&rft.title=Carsharing-Watchblog+%E2%80%93+ShareNow%2C+DriveNow+%26+co.%3A+Gegen+die+Raserei+und+Gef%C3%A4hrdung+durch+nach+Minuten+bezahlte+Carsharing-PKW+%E2%80%93+Kritik+und+Unf%C3%A4lle&rft.description=Carsharing-Watchblog+%E2%80%93+ShareNow%2C+DriveNow+%26+co.%3A+Gegen+die+Raserei+und+Gef%C3%A4hrdung+durch+nach+Minuten+bezahlte+Carsharing-PKW+%E2%80%93+Kritik+und+Unf%C3%A4lle&rft.identifier=https%3A%2F%2Fpolitikvonunten.org%2Fantidrivenowblog%2F"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.stadtmobil.de/service/fragen-antworten/"><i>Fragen & Antworten – stadtmobil.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 26. April 2024</span>: „Wie lange im Voraus muss ich buchen? – Sie können unmittelbar vor Fahrtantritt buchen oder mehrere Monate im Voraus – wie Sie wollen. Die meisten Fahrten werden bei stadtmobil weniger als 24 Stunden vor Fahrtbeginn gebucht. [...]“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACarsharing&rft.title=Fragen+%26+Antworten+%E2%80%93+stadtmobil&rft.description=Fragen+%26+Antworten+%E2%80%93+stadtmobil&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.stadtmobil.de%2Fservice%2Ffragen-antworten%2F"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article121933740/Car-Sharing-Anbieter-tun-sich-schwer-im-Ruhrgebiet.html">welt.de: Car-Sharing-Anbieter tun sich schwer im Ruhrgebiet</a>, 17. November 2013.</span>
</li>
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<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text">Sybille Bauriedl, Henk Wiechers: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/article/view/606/934#content">Konturen eines Plattform-Urbanismus. Soziale und räumliche Ausprägungen eines digital divide am Beispiel Smart Mobility</a>.</i> In: <i>Zeitschrift für kritische Stadtforschung</i>. Bd. 9, Heft 1/2, 2021, S. 93–114, hier S. 110, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.36900/suburban.v9i1%2F2.606">10.36900/suburban.v9i1/2.606</a></span>.</span>
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<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christine_Bauhardt" title="Christine Bauhardt">Christine Bauhardt</a>: <i>Städtische Lebensqualität im Spannungsfeld von sozialer Gerechtigkeit und Fürsorgeverantwortung — Szenarien für geschlechtergerechte Mobilitätschancen.</i> In: Ulrich Mückenberger, Siegfried Timpf (Hrsg.): <i>Zukünfte der europäischen Stadt.</i> VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15500-5, S. 281–297, hier S. 282 ff.</span>
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<li id="cite_note-74"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-74">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Andrea Reidl: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://emmett.io/article/darum-ist-shared-mobility-nicht-fuer-frauen-gemacht"><i>Darum ist Shared Mobility nicht für Frauen gemacht.</i></a> In: <i>emmett.io.</i> 13. Oktober 2021,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 6. Januar 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACarsharing&rft.title=Darum+ist+Shared+Mobility+nicht+f%C3%BCr+Frauen+gemacht&rft.description=Darum+ist+Shared+Mobility+nicht+f%C3%BCr+Frauen+gemacht&rft.identifier=https%3A%2F%2Femmett.io%2Farticle%2Fdarum-ist-shared-mobility-nicht-fuer-frauen-gemacht&rft.creator=Andrea+Reidl&rft.date=2021-10-13"> </span></span>
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